Kārum

 

akkad.: "Flußkai", "Hafenmauer"

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Kārum ist eine Bezeichnung für assyrische Handelsposten. Die Assyrer hatten im 19.Jh. v. Chr. mehr als zwanzig dieser Handelsposten in Kleinasien mit dem Hauptkārum in Kaniš/Neša. Das altassyrische Reich regelte somit den Zinn- und Bleihandel mit Kleinasien. Diese Handelsposten befanden sich in unmittelbarer Nähe der kleinasiatischen Städte und waren von dem assyrischen König weitgehend unabhängig. Für den Zinnhandel starteten Karawanen aus Aššur, die Stoffe, Zinn und Blei in Gold und Silber tauschten, was den Wert des für die Bronzeherstellung notwendigen Metalls verdeutlicht. Die Assyrer errichteten hierfür ein Bankwesen in Aššur um den Karawanen Kredite zu gewähren, da eine Handelsreise sehr Kostspielig war. Jedoch waren aufgrund der vielen Gefahren die Zinsen entsprechend hoch. Die assyrischen Handelsposten verfügten über ausführliche Tontafelarchive. Durch den Handel der Assyrer kam unter anderem die Keilschrift und andere kulturelle Verbesserungen nach Kleinasien. Um 1680 v. Chr. bricht mit dem Zusammenbruch des altassyrischen Reiches auch der assyrische Handel in Kleinasien zusammen.

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