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Mesopotamien

 

Gebiet im Nahen Osten

 

Natürliche Bedingungen


In den letzten 10.000 Jahren entstand das Mesopotamische Schwemmland. Die Mündung verschiebt sich weiter nach Süden. Im Altertum war sie nördlich von Basra. Vor 5.000 Jahren lag Ur an der Lagune des persischen Golfes. Häufige Wechsel der Flussläufe ( von Menschenhand, sowie natürlich) wirkten sich auf die Vegetation aus, beispielsweise, dass Gebiete verödeten und woanders neues fruchtbares Land entstehen konnte. So trugen Klimawechsel dazu bei, dass beispielsweise das Gebiet um der sumerischen Stadt Ūr nach 2.000 v. Chr. sowie um 1.100 v. Chr. austrocknete. Heute liegt Ūr weit vom Ufer entfernt in einer öden, trockenen Landschaft.

Klimazonen


Das nördliche Assyrien ist weniger subtropisch, aber regenreicher und unebener als der Süden Mesopotamiens, wobei Teile Nordwestmesopotamiens Steppenklimata besitzen.. Um Landwirtschaft betreiben zu können, ist es nötig Bewässerungsanlagen und Dämme zu errichten. Im Frühjahr führen Euphrat und Tigris aufgrund der Winterregenfälle im Taurusgebirge große Mengen an Wasser, das auch fruchtbaren Schlamm mit sich führt. Es ist nötig die Felder mit Bewässerungsanlagen mit Wasser zu versorgen, sowie Dämme zum Schutz des Ackerlandes und der Siedlungen zu errichten, da die mitgeführte Wassermenge der Flüsse von Flut zu Flut variieren kann. Das Wasser wurde auch mit Hilfe von Schöpfrädern auf die Felder befördert. Der Süden Mesopotamiens ist Sumpfartiger und liegt in der warmgemäßigten Zone der Subtropen.. Die Nachbargebirge waren lange Zeit von Bergwacholder und Pistazien bedeckt, bis Sie durch die frühen menschlichen Bewohner gefällt worden und somit die Vegetation der Gebirge dramatisch beeinflussten.
In den Wüsten regnet es weniger als 100mm im Jahr, in den Steppen 200-400mm. In den regenreichen Gebirgen regnet es über1.000mm im Jahr. In den regenarmen Gebieten kommt es zu großen Schwankungen der Regenfälle. So kann es in diesen Gebieten durchaus zu langen Dürreperioden kommen. Das Taurusgebirge und die mediterranen Levantengebiete fangen den Regen ab, weshalb der Osten trockener ist und das Klima dort stärker schwankt. In den Gebirgen kommt es zu starken Temperaturschwankungen. Im Sommer führen starke Winde in den Wüsten zu Sandstürmen

Durchschnittstemperatur im Jahr Gebiet
Ø 15° - 20° Levantengebirge und iranische Hochland
Ø 10° - 15° Assyrien
Ø 5° - 10° Afghanische Hochgebirge

Klimageschichte


Die Pleistozän (Eiszeit) zeichnet sich in Mesopotamien durch starke Klimaschwankungen aus.
Altpleistozän trockener und kälter als das heutige Klima, die Wüsten breiten sich nur wenig aus, bis vor 18.000 Jahren.
Vor 15.000 Jahren war das Klima trockener und um 10° kälter
Vor 14.000 Jahren humideres Klima
Vor 11.000 deutlich humider.
Um 9.000 - 6.000 v. Chr. Spätpleistozän.
Um 6.000 - 4.500 v. Chr. Holizön kältere und trockenere Bedingungen. Steppenklimata
3.500 v. Chr. Anstieg der Feuchtigkeit, Eingriffe des Menschen in die Natur (Abholzung der Gebirgswälder).

Zeit Zeitabschnittsname Feuchtigkeit Temperatur
Vor 18.000 Jahren Altpleistozän trocken kühl
Vor 15.000 Jahren   trocken 10°C kühler als Heute
Vor 14.000   humiderer Wechsel  
Vor 11.000   humiderer Wechsel  
Um 9.000 - 6.000 v.Chr Spätpleistozän    
Um 6.000 - 4.500 v.Chr  Holizön trockene kälter
3.500 v.Chr Holizön feuchter wärmer


Natürliche Grenzen


Im Norden wird Mesopotamien durch das Taurusgebirge abgegrenzt, im Osten wird Mesopotamien durch das öde Zagrosgebirge abgegrenzt , und durch die Fruchtbare Ebene von Elam. Die Gebirge entstanden aufgrund tektonischer Verschiebungen der Arabischen Platte, der Anatolischen Platte und der Iranisch-Afghanischen Platte. Dies hat auch zahlreiche Erdbeben und vulkanische Aktivitäten in diesem Gebiet zur Folge. Besonders in den Gebirgsregionen sind Erdbeben und Vulkane keine Seltenheit. So ist z.B. der biblische Berg Ararat (5165m) in Ostanatolien ein Vulkan. Mesopotamien wird bei dieser Entwicklung stark abgesenkt. Im Laufe der Zeit setzen sich von den Flüssen mitgeführte Bestandteile im Meer ab und sorgten somit für die Bildung des Fruchtbaren Mesopotamischen Schwemmlandes und die Südverschiebung der Küste. Im Westen wird Mesopotamien durch die syrische und arabische Wüste abgegrenzt.

 

Geschichte

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