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Die Hethiter

 

Indoeuropäisches Volk in Anatolien
ca. 2000-1250 v.Chr

Vorgeschichte (3000-1700 v.Chr.)
Altes Reich (1600-1370 v.Chr.)
Mittleres Reich
Neues\Groß Reich (1500-1180 v.Chr.)
Späthethitische Reiche

Zeitachse

Allgemein


Die Bezeichnungen Hethiter und Hatti, sowie die Sprache "hethitisch" kommen eigentlich von den nicht-hethitischen Bewohnern, den sogenannten Hattern oder Proto-Hattiern die vor und einige Zeit mit den Hethitern in Anatolien lebten und nicht indoeuropäischen Ursprungs sind. Die Kultur dieser Hatter war relativ weit entwickelt, und so wurde diese Kultur größtenteils von den Hethitern aufgenommen. Die Hethiter bezeichneten ihre eigene Sprache jedoch selber als [Naššili] \ nesili \ nesumnili : Nesisch ( da sie sich von der Stadt Neşa aus ausbreiteten ), während hattili die Sprache Hattisch \ Protohattisch

 

Sprache


Die Verteilung der Sprachen in Anatolien im 17. Jh. v. Chr.

 

Die Hethitischen Sprachen wurden erst Anfang des 20.Jh. entziffert. Die wichtigste Fundstelle hethitischer Tontafeln war die Stadt Hattuša. Es wurden acht Sprachen im Land Hatti gesprochen, die regional verteilt waren.

Indoeuropäische Sprachen

Dazu gehörte das Nesische [ Naššili ] , das Luwische [ luwili ] , das seinen Namen und Ursprung von dem Gebiet Luwien [Luwia] ( später Arzawa genannt ) im westen Kleinasien hat, und sich gegen Ende des hethitischen Großreiches sehr verbreitete und die nesische Sprache ein bisschen zurückdrängte. Aus dieser Sprache entstanden auch im 2.Jt v. Chr. das Lykische und das Keilschrift- und Hieroglyphenluwisch und im 1.Jt v. Chr. das Sidetische, das Karische und das Pisidische. 
Das indoeuropäische Palaische [ palaumnili ] das im nordanatolischen Land Palā [ Blā ] gesprochen wurde. Es gibt von dieser Sprache jedoch wenige Aufzeichnungen, was daher kommen kann, dass das Gebiet Nordanatoliens im Mittleren Hethiterreich von dem kriegerischen Bergvolk der Kaškäern erobert wurde.
Im Zusammenhang mit Pferdezucht und der Kavallerie sind Indo-arische Lehenwörter vorhanden, die wohl ihren Ursprung von hurritischen Staaten in Nordmesopotamien, wie das Mitannireich haben, da diese von den Nomadenvolk der Arier regiert wurden, die neue Pferdezucht- und Kavallerietechniken nach Vorderasien brachten.

Semitische Sprachen

Das Babylonische [ babilili ], ein Dialekt des mesopotamischen Akkadischen.
Das Akkadische, die Diplomatensprache der damaligen Zeit, die in Verträgen mit anderen Staaten wie z.B. im Vertrag mit Ramses II. verwendet wurde. Und wahrscheinlich auch von assyrischen Kaufleuten nach Anatolien gebracht wurde.

Andere Sprachgruppen

Das Hurritische [ hurlili ] vom nordmesopotamischen Land Hurri ( heth. Bezeichnung eines Bewohners: Hurla- ), das mit dem Urartäischen ( vom Reich Urartu in Ostanatolien im 9.-7.Jh) verwand ist. Die Hethiter kamen mit der Sprache wohl während ihrer Ostexpansion zusammen. Besonders im Gebiet Kizzuwatna waren hurritische Elemente zu finden.
Das Sumerische zu dem keine nahe verwandte Sprache gefunden wurde, dass auf Tontafeln in Hattusa gefunden wurde, jedoch seit Beginn des 2.Jt als gesprochene Sprache ausstarb, jedoch im vorderen Orient noch weit verbreit als Kult- und Gebildetensprache verwendet wurde. Sie kam wahrscheinlich auch mit der Keilschrift nach Anatolien.
Das Hattische wurde im Hethiterreich weiterhin für Religiös- Kultische Zwecke übernommen, auch einzelne Wörter wurden in die anderen Anatolischen Sprachen übernommen.

 

Staatsaufbau


Der Großkönig ist der Vertreter des hethitischen Wettergottes Tarhun / Tarhun(t)a, des höchsten hethitischen Gottes. Er ist ebenfalls der oberste Heeresführer, Richter und Priester. Er hatte als religiöse Aufgabe an zahlreichen Zeremonien teilzunehmen. Nach mehreren Morden in der Königsfamilie und Erbstreitigkeiten beschließt Telepinu eine Art "Verfassung" einzuführen, mit dem Hauptziel, die Thronnachfolge kontrollieren zu lassen und so Ursupationen zu verhindern.

Die Organe des hethitischen Staates

Der Großkönig ( sallis hassus )

Der König ist die mächtigste Person im Reich und der Repräsentant des Reiches. Er wird von dem Thronvorgänger ausgewählt und muss von dem panku akzeptiert werden. Er ist oberster Befehlshaber des Heeres und oberster Priester und Richter. Er ist Vorsitzender des pankus und ernennt dessen ishes, sowie die sallaes hantilies. Er erlässt Gesetz, Verordnungen und Staatsverträge. Er hat als Aufgabe seinen Thronnachfolger zu wählen.

Die Großkönigin ( sallis hassussaras )

Die Königin spielte neben dem König eine wichtige Rolle in der Außenpolitik. So kann sie z.B. Gesandtschaften empfangen. Sie ist die oberste Priesterin des Reiches. Sie kann Staatsurkunden unterzeichnen und nimmt an der Versammlung des pankus teil.

Die Vorrangigen ( sallaes hantilies )

Zu den Vorrangigen gehörten die Großen der verschiedenen Bereiche, wie beispielsweise der der Landwirtschaft, der der Hirten, der der Palastangestellten, die der verschiedenen Heereseinheiten. Ihre Aufgabe besteht darin den König zu Beraten und mit ihm die Regierung zu bilden. 

Der Adelsrat ( panku )

Der panku ist der Adelsrat und wurde von Telipinu eingeführt, um die Erbfolge zu regeln. Er musste den König akzeptieren, damit er sein Amt antreten kann. Somit sollte verhindert werden, dass ein König durch Gewalt an die Macht kommt, wie es im mittleren Reich häufig der Fall war. Der panku hatte deshalb die Gerichtsbarkeit über die Königsfamilie. Bei grundlegenden Entscheidungen des Reiches wurde der panku zu einer Versammlung mit dem Namen tulija zusammengerufen. Er wirkt auch an der Anfertigung von diplomatischen Briefen und Verträgen mit. Der panku wurde im neuen Reich abgeschafft.

Der föderative Aufbau des Hethiterreiches

Das hethitische Reich war föderativ Aufgebaut. Zur Verwaltung der Stadtstaaten wurden Stadthalter vom König eingesetzt, die häufig Angehörige der Königsfamilie waren. Es war jedoch auch möglich, dass die obersten Persönlichkeiten eines eroberten Stadtstaates weiter an der Macht bleiben konnten, wenn sie dem hethitischen König in Verträgen die Treue schworen. Die Verpflichtungen der Stadthalter wurden in Verträgen festgelegt. Obwohl die Stadtstaaten an den König gebunden waren, konnten sie jedoch selbstständig diplomatische Kontakte zu anderen Reichen halten, oder mit ihnen handeln. Nur selten kam es zu einem Boykottaufruf des hethitischen Königs.

Zur besseren Verwaltung des syrischen Gebietes, wurde die Sekundargenitur in Karkemisch errichtet. Der König von Karkemisch war im hethitischen Reich die drittwichtigste Person.

Links
►Telupinu
►Hethitische Verfassung
►Königsliste

Wirtschaft


 

 

Religion


Von der Religion sind viele Informationen über Rituale und Göttern auf Tontafeln u.a. aus Hattusa überliefert. Der Hauptgott der Hethiter war der Wettergott Tattas Tarhun / Tarhun(t)a, der als oberster Reichsgott angesehen wurde. Er beschützte das Reich und den Kosmos. Auf Abbildungen wird er häufig auf Stieren dargestellt. Der König des Reiches Hatti war der Verwalter des Reiches im Dienste des Wettergottes. Zu seinen Ehren wurden ihm zerstörte Städte zur Nesazeit geweiht. Andere Götter waren die Sonnengöttin von Arinna die neben dem Wettergott und der Göttin Mezzulla weitere Kinder hat. Telipinu ["starker Bursche"] war der Vegetationsgott. Insgesamt gab es in der hethitischen Religion viele Naturgottheiten für Berge, Quellen, Flüsse, Wildtieren und der Jagd. In späterer Zeit besonders im mittleren Reich werden auch während der Expansion nach Syrien und nach Osten Götter von Nachbarvölkern aufgenommen u.a. aus Syrien und Mesopotamien, wie z.B. von den Hurritern des Reiches Mitanni und der mesopotamischen Religion des Reiches von Assyrien. So wurden z.B. von den Hurritern u.a. der Wettergott Teššop mit seiner Frau Hebat und seiner Schwester Ša[w]oška und der Sonnen- und Rechtsgott Šimegi sowie zahlreiche Kulte und Mythen übernommen. Die Mesopotamische Gottheit Ištar die mit Ša[w]oška gleichgesetzt wurde haben die Hethiter  von den Assyrern angenommen. Das Staatsheiligtum war das unter Hattusili III. errichtete Reichspanteon in Yazilikaya.  Weitere Götter waren die Kriegsgötter Zababa und der hattische Wurunkatte und der Gott der Epidemien Jarri. Wetterereignisse wie Donner und Blitz erklärten die Hethiter damit, dass der Wettergott mit seinem von Stieren, im luwischen Raum mit Pferden gezogenen Wagen fuhr.

Links
►Indoeuropäer
►Hattier

Gesellschaft


Familie

Justiz

Im Gegensatz zu Gesetzen in anderen Reichen basierte das hethitische Recht nicht auf Rache sondern auf Wiedergutmachung. So musste Schaden und Arbeitsausfall durch körperliche Schädigung ersetzt werden. Die Todesstrafe wurde nur bei Auflehnung gegen den König verhängt.

 

Wissenschaft und Technik


Die Hethiter waren eines der ersten Völker, wenn nicht sogar das erste, dass die Eisenverarbeitung im großen Stil durchführte. Im Hethiterreich beginnt die Eisenzeit um 1450 v. Chr., zeitlich weit vor anderen Gebieten. Die Hethiter verwendeten das Eisen hauptsächlich für die Produktion von Waffen. Da die Nachbarreiche der Hethiter noch Bronze für die Waffenproduktion verwendeten, waren die Hethiter diesen weit Überlegen, da Eisen härter ist als Bronze.

 

Militär


Das hethitische Militär bestand aus drei Hauptteilen: der Leibgarde des Königs, einem stehendem Heer und eine Armee die aus Bauernsoldaten bestand, die in Kriegszeiten einberufen wurden. Die Hethiter verwendeten Streitwagen im Kampf. Die hethitischen Streitwagen waren im flachen Land eine tödliche Waffe, mit drei Mann Besatzung: einen Fahrer, einen Bogenschützen und einen Soldaten für den Nahkampf. An Waffen verwendeten die Hethiter unter anderem Streitäxte. Die Hethiter waren eines der ersten Völker, das die Eisenverarbeitung kannte. Dieses Geheimnis wurde gut bewacht und verschaffte dem hethitischen Heer einen großen Vorteil gegenüber feindliche Heere mit Bronzewaffen und Rüstungen. Bei den Hethitern war es im Gegensatz zu den Assyrern nicht üblich, eroberte Städte zu plündern und eroberte Gebiete zu verwüsten. Es war sogar üblich die dort herrschenden Gruppen, weiter herrschen zu lassen, wenn sie dem hethitischen König Treue und Beistand schworen. So kam es seltener zu Massakern und anderen Greueln als bei den Assyrern. Der hethitische König war der Oberste Feldherr des Heeres.

 

Vorgeschichte


Die Hethiter waren ein Indoeuropäisches Hirtenvolk, das vermutlich aus dem Gebiet nördlich des Kaukasus, sowie der Wolgamündung stammt. Sie wanderten dann 2000 v.Chr. vermutlich über den Kaukasus nach Anatolien, obwohl auch eine westliche Wegvariante möglich sein kann. Es ist anzunehmen, das Luwier und Palaiten, ebenfalls nach Anatolien einwanderten, und vielleicht sogar einige Zeit vor den Hethitern dort lebten, da ihre Sprachen, die zwar wie die hethitische (die die Hethiter selbst "Nesisch" nannten) indoeuropäisch ist, jedoch mehr Merkmale der einheimischen Sprache (das eigentliche hethitisch, auch Proto-hattisch genannt) übernommen haben. Sie stammen wahrscheinlich ebenso aus dem Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres und wanderten vermutlich auf dem Westweg über den Balkan oder den Ostweg über den Kaukasus nach Anatolien. Der Grund für diese Wanderung indoeuropäischer Völker nach Süden waren scheinbar Klimaveränderungen in ihrer Heimat, die zu einer Austrocknung der Steppen und somit den Verlust von Weideland und ihrer Lebensgrundlage zur Folge hatten. Anatolien war im Gegensatz zu ihrer Heimat damals sehr fruchtbar, und diente somit gut als Weideland.
Die Hethiter besiegten die dort lebenden Proto-Hattier und eroberten die dortigen, relativ schwachen Stadtstaaten. Auf die Existenz von kleinen Staaten weisen seit dem späten 3. Jt. v. Chr. weisen literarische Texte in denen auch die akkadischen Könige Sargon und Narāmsîn vorkommen hin. Es werden auch Hinweise über den Außenhandel der Anatolischen Kleinstaaten gegeben. In den Texten wird auch von Überfällen fremder Völker auf anatolische Siedlungen berichtet, wobei nicht bekannt ist ob mit diesen Fremden die einwandernden Indoeuropäer gemeint sind. Eindeutige Hinweise auf die Anwesenheit indoeuropäischer Völker finden sich zu Beginn des 2.Jt. v. Chr. in den Archiven des assyrischen kārum in Kanesch/Neša, in denen sich Texte mit indoeuropäischen Namen finden. Die Indoeuropäer bekleideten zum Teil auch hohe Ämter zu dieser Zeit.

 

Das erste Reich der Hethiter Nesa\Kaniš ( 1900 v. Chr )


Pitchana

Um 1850 v.Chr. eroberte König Pitchana von Kuschara die wichtigste anatolische Stadt Kanesch (heth.: Neša/Nescha). Er nahm den König von Kanesch gefangen, lies die Stadt  jedoch nicht plündern. Sie war ein wichtiger Handelsposten assyrischer Kaufleute, die dort ein kārum (eine Art Handelszentrum) hatten. Dort gingen Handelsstraßen von Sivas und Kayseri entlang die für Wohlstand sorgten, da durch den Handel kulturelle Einflüsse von den nordmesopotamischen und syrischen Hochkulturen in die Stadt kamen. Der Neuaufstieg der Stadt wurde neben zwanzig anderen Stadtstaaten im sogenannten Anittatext das erste Mal genannt, der als erstes Dokument in hethitischer Sprache gilt.

Anitta

Sein Sohn und Nachfolger König Anitta baute Neša durch Verstärkung der Stadtmauern und der Errichtung von Tempeln weiter aus und eroberte ganz Anatolien. Dabei besiegte er König Pijusti von Hatti und Hussija von Zalpa. Zalpa hatte zuvor Kanesch angegriffen und dabei eine Götterstatue gestohlen, die Anitta zurückbringen wollte. Ebenso eroberte er Purushanda, von wo er die Insignien entwendete. Um 1800 v. Chr. eroberten und zerstörten die Hethiter die Stadt Hattuša und ihr König Anitta belegte sie mit einem Bann, da er über ihren Widerstand erzürnt war. Jedoch war es sonst bei den Hethitern nicht üblich, eroberte Städte zu plündern. Es war sogar üblich die dort herrschenden Gruppen, weiter herrschen zu lassen, wenn sie dem hethitischen König Treue und Beistand schworen. Im gleichen Jahr wurde das kārum von Kanesch, sowie administrative und religiöse Einrichtungen durch Feuer zerstört, was zur Folge hat, dass der Handel zum erliegen kommt und somit eine wichtige Einnahmequelle entfällt. Zur gleichen Zeit ist auch ein Niedergang der Schriftkultur zu erkennen, der erst Anfang des Alten Reiche endete.

 

Vorgeschichte

Pitchana
Anitta
Pirwa

Links
►Kanesch
►Hattier
►Assyrer
►Hattuša

Altes Reich


Das Althethitische Reich um 1550 v. Chr.

 

Tabarnas Hattusili I.

Der herrscher Tabarnas eroberte Zentralanatolien. Danach baute er die Stadt Hattuša wieder auf und macht sie zur Hauptstadt des Reiches Hatti. Somit beginnt die Geschichte des Alten Reiches. Er änderte darauf seinen Namen in Hattusili, was der Mann von Hattuša bedeutet. Er überschritt den Taurus und eroberte Nordsyrien sowie den oberen Euphratlauf und brachte somit wichtige Handelsstraßen und wertvolles Ackerland unter hethitische Kontrolle. Die Städte die er in Syrien eroberte, waren u.a.  Hassin, Hahun und die Stadt Alalah am Orontes, das von verwandten des Königshauses von Halab (Aleppo), dem Zentrum des syrischen Königreiches Jamhad regiert wurde. Die Eroberung der Stadt Ursum und Halab schlug fehl. Aus Syrien brachte er das Heiligtum Halabs, das des Wettergottes nach Hattusa, was zu einer Steigerung seines Ansehens geführt hat. Noch bedeutender ist die erneute Einführung der Keilschrift, die die Hethiter in Syrien erlernten. Zudem ist die Zeit geprägt durch Kämpfe mit dem einem hurritischem Staat, aus dem später das Mitanni Reich entstand, dass zu einem der Hauptgegner der Hethiter, besonders in Syrien wurde. Sein Name Tabarnas wurde von den nachfolgenden Königen weiter als Titel, in Anerkennung seiner Leistung verwendet. 

Muršilis

Sein Adoptivsohn Muršilis wurde Nachfolger. Er festigte die Herrschaft Hattis in Syrien durch die Eroberung Halabs, die die Hauptstadt des syrischen Reiches Jamhad war. Muršilis zog den Euphrat Hinab und eroberte 1595 v.Chr. Babylon. Er beendete somit die Hammurabi Dynastie und die Kassiten die auch im Reich Hana am Mitteleuphrat geherrscht haben konnten, nutzten die Lage und eroberten Babylon und erlangten somit die Herrschaft in Babylonien. Das Verhältnis der Kassiten zu den Hethitern ist ungewiss. Für die Hethiter wäre es zu schwierig gewesen eine so weit entfernte Stadt zu kontrollieren. Somit lies Muršilis die Stadt plündern und die Beute nach Hatti tragen. Jedoch kam die Mardukstatue nach Hana. Nach der Regierungszeit von Muršilis die durch eine Verschwörung und seine Ermordung durch seinen Schwager Hantilis, der ein hoher Beamter am Hof war, beendet wurde, began ein Verfallsprozess aufgrund der folgenden inneren Unruhen, die innerhalb der Königsfamilie wegen des Erbstreits ausbrechen. 

Hantili

Hantili lies Hattuša stark befestigen, da das Hethiterreich die Kontrolle über Bergregionen an die Kaškäer verlor, und somit von feindlichen Invasionen gefährdet war. Hantilis wurde seinerseits wieder durch seinen Schwiegersohn Ammuna ermordet. Auch unter den nächsten Herrschern kam es häufig zu Morden. 

Telipinu

Nach einer langen unruhigen Zeit im Hethiterreich geprägt von Kämpfen um die Thronfolge der Aristokratie, sowie Kämpfe unter den Stadtstaaten, gelang es König Telipinu die Streitigkeiten beizulegen, indem er eine geregelte Thronfolge einführte. In der Regelung war auch bedacht, dass es zu Königsmord kommen könnte. Deshalb wurde der Panku (Adelsrat) eingeführt, der den neuen Herrscher anerkennen musste. Somit wurde es nicht so leicht möglich durch die Ermordung des Thronfolgers an die Macht zu kommen. Panku ist hethitisch und heißt Gesamtheit. Ebenso wurde neben der neuen Thronfolgeregelung auch das Rechtssystem erneuert, sowie eine Regelung der Nahrungs- und Wasserversorgung der Städte eingeführt. Diese neuen Regelungen wurden  vor der Tulija, der Versammlung verkündet. In Syrien konnten mehrere Städte ihre Unabhängigkeit wiedererkämpfen. So wurde Aleppo unabhängig und die Stadt Adanija und ihr Machtbereich gründeten das Königreich Kizzuwatna, das aber bald in politische Abhängigkeit von Mitanni und Hatti kam. König Telipinu konnte Hassuwa zurückerobern, musste jedoch das Reich Kizzuwatna in Verträgen anerkennen. 

Altes Reich

Tabarnas\Hattusili I. (Regz: 1665-1640 v.Chr.)
Muršili I. (Regz: 1560-1531 v.Chr.) (ermordet)
Hantili I.
Zidanta
Ammuna
Huzzija I.
Telipinu (1525-1500)

Links
►Syrien
►Mitannireich
►Babylonier
►Kizzuwatna

Mittleres Reich


Hantili II.

Nach den Königen Tahurwaili und Alluwamna kam Telipinus Schwiegersohn Hantili II. an die Macht, so wie es Telipinu wollte. Huzzija wurde von Muwattali I. ermordet, der selbst bei einer Verschwörung von Aristokraten ermordet wurde. 

Tuthalija

König Tuthalija, der darauf König wurde verhalf dem Hethiterreich zu neuer Macht. Die Ägäisküste und Zypern fallen zu seiner Zeit an das hethitische Reich. Somit ist das mittlere Reich wieder zu einer bedeutenden Macht geworden. Er bindet das Kizzuwatna Reich wieder an Hatti, indem er es dazu bringt ein Vasallenstaat mit Sonderrechten unter hethitischer Herrschaft zu werden. Zuvor war es ihm gelungen, das Reich Kizzuwatna von Mitanni unabhängig zu machen. Die Verbindung wurde durch kulturellen Austausch gefestigt. So wurden beispielsweise hurritische Rituale niedergeschrieben, und die hurritische Sprache verbreitete sich. So nahmen viele Personen der Oberschicht hurritische Beinamen an. 

Hattusili II.

König Hattusili III. heiratete eine Tochter eines Priesters aus Kizzuwatna, wodurch das Verhältnis zwischen den Oberschichten gefestigt wurde, was zu einer relativ ruhigen Zeit führte.
Das mittlere Reich wurde in den späteren Regierungszeiten von kriegerischen Bergvölkern aus Anatolien, den Kaškäern bedroht die aus dem Pontus Gebirge kamen, und des öfteren Städte überfielen und die Bevölkerung versklavten. Zur selben sprangen die westanatolischen Städte vom Hethiterreich ab. 

Suppiluliuma

Suppiluliuma bekämpfte als Heerführer die Kaškäer und die Städte Hajasa, Isuwa und das abgefallene Arzawa Reich, das unabhängig vom Reich Hatti mit Ägypten verhandelte. Suppiluliuma kam durch Mord an die Macht. 

Mittleres Reich

Tahurwaili
Alluwamna
Hantili II.
Zidanta II.
Huzzija II.
Muwattalli I.
Tuthaliya I.
Tuthaliya II. 1375-1355
Arnuwanda I. um 1355
Hattušili II.
Tuthaliya III. um1350

Links
Hurriter
►Kaškäer
►Arzawa
►Syrien

Neues Reich / Hethitisches Großreich


Das Hethitische Großreich mit seinen Nachbarstaaten

 

 

Mit Suppiluliuma wandte sich das hethitische Reich wieder nach Süden über das Taurusgebirge nach Syrien. Die Kontrolle über Syrien war für die Hethiter wirtschaftlich sehr wichtig, sowie politisch, da es das Ansehen des Reiches erhöhen würde, wenn es in hethitische Hand fallen würde. Syrien wurde in dieser Zeit von dem Mitannireich beherrscht. Erste Feldzüge der Hethiter gegen Mitanni entlang des Euphrats blieben erfolglos. Dann begann ein Feldzug bis zum Libanon. Gefolgt wurde dieser durch einen einjährigen Feldzug. dieser ging vom Euphratbogen aus in das mitannische Herzland mit der Hauptstadt Wassukanni, dann zu der schwer befestigten Stadt Karkemisch, welche beide jedoch nicht erobert wurden, und über den Euphrat nach Aleppo und zur Orontesmündung. Das Reich Ugarit unter Niqmadu II. machte sich in Verträgen den Hethitern tributpflichtig, die das Reich Ugarit als Gegenleistung dafür, insbesondere gegen andere syrische Reiche beschützten. Daraufhin kam es zu weitern Fehden mit syrischen Reichen, wodurch die Hethiter einen neuen Feldzug starteten in denen sie weitere Gebiete in Südsyrien wie Nija und Quadna eroberten. Nachdem der Fürst der ägyptischen Stadt Kadesch die Hethiter angriff und auf einer Feldschlacht verlor, konnten die Hethiter diese bedeutende Festung am Orontes erobern. Suppiluliuma setzte seinen Sohn Aitaggama als Fürsten von Kadesch ein. Nach diesem Feldzug bekämpfte er wieder die Kaskäer in Anatolien und dankte den Göttern für seine Erfolge. In Syrien kam es in nächster Zeit zu Kämpfen mit den Mitanni und den Ägyptern. Die Hethiter konnten die inneren Unruhen ihrer Feinde ausnutzen, da in Mitanni der König Tušratas ermordet wurde, und sich dessen Sohn und eigentlicher Thronnachfolger Šattiwaza an den Hethiterkönig wandte. Die Hethiter eroberten die befestigte Stadt Karkemisch von den Mitanni. Die Ägypter griffen in der Zeit die Stadt Kadesch an, welche sie jedoch nicht erobern konnten, woraufhin die Hethiter in ägyptisches Gebiet eindrangen. Als Pharao Tut-Anch-Amun starb, kam es zu Unruhen in Ägypten. Die Witwe des Pharaos Anches-en-pa-Amun bat Suppiluliuma darum, ihr einen Prinzen als Ehemann und Thronfolger zu schicken. Suppiluliuma ging nach einer zweiten Anfrage darauf ein und sandte einen seiner Söhne nach Ägypten, welcher jedoch auf dem Weg nach Ägypten starb. Er wurde wohl von Gegnern der Hochzeit ermordet, welche fürchteten die Hethiter könnten Einfluss auf Ägypten gewinnen. Suppiluliuma sah dies als Provokation an und erklärte dem Nachfolgendem Pharao Eje den Krieg, da er diesen als Anstifter des Mordes ansah. In der ehemals mitannischen Stadt setzte Suppiluliuma seinen Sohn Pijašilis (hurr.: Šarri-Kušuh) als Verwalter Syriens ein. Karkemisch wurde somit eine der wichtigsten Städte im hethitischen Reich. Die hurritische Bevölkerung der Stadt wurde umgesiedelt und durch hethitische ersetzt. Pijašilis eroberte zusammen mit dem mitannischen Thronfolger das Mitannireich, welches zu einem hethitischen Protektorat wurde. In der Stadt des syrischen Wettergottes, Halab setzte Suppiluliuma seinen Sohn Telupinu ein, der zuvor in dem stark hurritische beeinflussten Land Kizzuwatna als Priester der Regengottheit Tessop ausgebildet worden war. Gegen Ende seiner Regierungszeit hatte er mit Erbstreitigkeiten, Einfällen der Kaskäer und einer Pest zu kämpfen, der er selbst erlag.

Arnuwanda II.

Sein Sohn Arnuwanda II.  war nur kurz an der Macht, da er ebenfalls der Pest erlag. Das hethitische Reich war  somit geschwächt und viele Regionalfürsten sprangen vom Reich ab, wie die Arzawaländer. In Syrien drohten Feinde einzufallen, jedoch konnten diese von dem Fürsten von Karkemisch zurückgedrängt werden.

Mursilis II.

Mursilis II. hielt sich zu Beginn seiner Amtszeit in Anatolien auf um die Kaskäer, Arzawa und das Land Azzi-Hajaša zu bekämpfen. In Syrien drangen die Assyrer bis vor Karkemisch vor und die Ägypter unter Haremhab nach Kadesch, wo sie jedoch durch den König von Karkemisch gestoppt wurden. Mursilis Bruder Pijašilis starb bei einer religiösen Zeremonie, wodurch er selbst gezwungen wurde nach Syrien zu ziehen. Um Syrien vor den Assyrern zu beschützen baute er Emar aus. Zudem regelte er die Thronfolge sowie die Landverteilung in den syrischen Gebieten neu.

 

Muwattasilis II.

Zu Beginn von Muwattasilis Regierungszeit kam es zu Einfällen der Kaskäer in das hethitische Reich, die viele Handelswege und Städte bedrohten. diese überfälle könnten dazu geführt haben, das die hethitische Residenz von Hattuša nach Tarhuntaša (wohl südlich von Hattuša gelegen) verlegt wurde. Ebenfalls baute er Anzilija und Tapikka zu Burgen gegen die Kaskäer aus. Im Westen schloss er einen Vertrag mit Alakšandu von Wiluša. Unter Muwattasilis eroberten die Ägypter unter Sethos das Land Amurru mit der Stadt Kadesch, da der Fürst von Amurru, Bentesina zu den Ägyptern überlief. Jedoch konnte Muwattasilis Kadesch danach zurückerobern und Bentesina absetzen. Jedoch wurde dieser danach nochmals eingesetzt. Unter Ramses II. verlegte Ägypten um 1275 v.Chr. Truppen in die Nähe der Stadt Kadesch. Die Truppe bestand aus 20.000 Mann, darunter viele Legionäre aus eroberten Gebieten und Söldnern wie den Schardana, den Kehek und den Meschwesch. Die hethitische Armee bestand aus einer Koalitionstruppe mehrerer Tributpflichtiger und Verbündeter wie den Lukka, Keschkesch, Dardanoi und zahlreichen syrischen Staaten von 40.000 Mann, und vielen Streitwagen. Den Ägyptern gelang es zwei Hethiter gefangen zu nehmen, und zu verhören. Jedoch war dies ein von den Hethitern geplantes Spiel: Die zwei Gefangenen waren von den Hethitern geschickte Spione, die bei dem Verhör äußerten, die hethitische Streitmacht hätte sich aus Angst vor der ägyptischen Armee nach Aleppo zurückgezogen. In Wirklichkeit befand sich die hethitische Armee in der Nähe der Stadt Kadesch. Ramses beschloss die angeblich leicht bewachte Stadt am Orontes mit nur einer Division anzugreifen. Daraufhin stürmten die Hethiter mit ihren Streitwagen los und trieben die Ägypter zusammen. Die hethitischen Streitwagen waren im flachen Land eine tödliche Waffe, mit drei Mann Besatzung: einen Fahrer, einen Bogenschützen und einen Soldaten für den Nahkampf. Ramses Truppen waren eingekreist und verwirrt, viele seiner Offiziere flohen. Als die hethitischen Truppen das ägyptische Lager angriffen, konnte Ramses mit Hilfe einer neu eingetroffenen Hilfstruppe und einer Elitetruppe fliehen. Das Kräfteverhältnis der beiden Armeen war nun ausgeglichen und es gelang keiner der beiden Seiten die Schlacht für sich zu entscheiden. Schließlich zogen die Ägypter ab, ohne einen Sieg errungen zu haben. Ramses ließ die Schlacht aber in vielen Tempeln als glorreichen Sieg mit ihm darstellen, in der er an vorderster Spitze gegen die Feinde anstürmte.

Muršili III. ( Urhi-Tessup)

Auf Muwattasilis II. folgte der Sohn einer seiner Nebenfrauen mit dem Namen Urhi-Tessup, dessen Thronname Muršili III. wurde. Er regierte nur kurz und wurde von Hattušili III., seinem Onkel entmachtet. Hattušili III. hatte in der Regierungszeit von Muršili III. zu viel Macht erlangt. Der Sturz von Muršili III. kam, als Hattušili III. abgesetzt werden sollte.

Hattušili III.

Hattušili III. war Feldherr unter seinem Bruder Muwattasilis II. als er gegen die Kaskäer im Norden des Reiches kämpfte und Handelsrouten sicherte. Er war ebenso verantwortlich für den Norden des Reiches. Er machte Hattuša wieder zur Hauptstadt des Reiches und baute sie weiter aus. Er errichtete auch das hethitische Reichsheiligtum Yazilikaya. Außenpolitisch wurden zu seiner Zeit die Assyrer zu einer Bedrohung. Dies veranlasste ihn u.a. mit dem ägyptischen Pharao Ramses II. einen Friedensvertrag zu schließen, welcher als erster richtiger diplomatischer Vertrag in die Geschichte einging. Es gibt zwei Fassungen dieses Vertrages. Einen in ägyptischen Hieroglyphen in Theben und einen in akkadischer Keilschrift. Ein Abguss der akkadischen Tontafel befindet sich heute in dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York. Der Vertrag wurde mit der Hochzeit seiner Tochter mit Ramses II. gefestigt. In Amurru setzte er wieder Bentesina ein. Er suchte militärischen Beistand bei den Babyloniern, das das assyrische Reich zu einer ernsten Bedrohung wurde. In Tarhuntaša, der kurzzeitigen Hauptstadt des Reiches setzte er Kurunta, einen Bruder Urhi-Tessups ein, welcher ihn bei seinem Staatsstreich half. 

          Die Schlacht von Kadesch

Links
►Ägypten
►Armanazeit
►Assyrer
►Ägäische Wanderung

 

Tuthaliya IV.

Sein Sohn Tuthaliya IV. baute Hattuša weiter aus und erweiterte das Felsenheiligtum Yazilikaya. Er erkannte Kurunta und schloss einen Vertrag mit ihm, jedoch versuchte dieser trotzdem Tuthaliya IV. zu entmachten. Zugleich revoltierte in Westanatolien ein Pijamaradu der mit dem Bruder des Großkönigs von Ahhijawa Tawagalawa zusammenarbeitete. Ebenfalls verlor Hatti in Westanatolien das Land Wilusa und die Lukkaländer (Lykien) bedrohten das Reich.

Arnuwanda III.

Arnuwanda III. starb kinderlos und nur nach kurzer Regierungszeit, somit wurde sein Bruder Šuppiluliuma II. der nächste und letzte König Hattis.

Šuppiluliuma II.

Šuppiluliuma II. regierte nur kurz und es finden sich nur wenige Quellen aus seiner Zeit, da in seiner Regierungszeit die schriftlichen Überlieferungen in manchen Gebieten stark zurückgingen oder ganz verschwanden. In seine Regierungszeit fiel eine große Hungersnot, weshalb der ägyptische Pharao Merenptah Getreide nach Hatti verschiffen ließ. Zugleich kämpfte Šuppiluliuma II. in Feldzügen gegen die Lukkaländer und zahlreichen weiteren Eindringlingen. Auf hoher See besiegten sie die Schiffen von Alašija (Zypern) und bekämpften mit der Flotte von Ugarit Piratenschiffe an der Küste von Lukka. Trotzdem gelang es den Hethitern nicht, ihr Reich zu verteidigen. Syrische Quellen berichten von Šikila-Leute, welche vor der syrischen Küste auftauchten und die Städte verwüsteten. Im Zusammenhang mit den vielen Angriffen, insbesondere der auf See steht die Ägäische Wanderung, die den östlichen Mittelmeerraum erschütterte. Um 1200 v. Chr. drangen neue Völker wie die Dorer in Griechenland ein, und die Phryger und Lyder verbreiteten sich in Anatolien. Und die Seevölker verwüsteten Teile Kleinasiens, Syriens und Palästinas, bis sie vor Ägypten gestoppt wurden. Zudem begann um diese Zeit die Wanderung der Aramäer aus der syrischen wüste nach Syrien und Mesopotamien. Um 1180 v. Chr. brannte es in Hattuša. Und viele andere Orte in Anatolien und Syrien wurden vernichtet. Die genauen Umstände des Untergangs sind unbekannt. Es könnten auch Aufstände und Bürgerkriege, sowie Einfälle der Kaskäer eine Rolle gespielt haben , die die Schwäche des Reiches ausnutzten. Auch andere Staaten erlagen diesen Wanderungen, wie das mittelassyrische Reich. Erste Anzeichen für einen Untergang gab es schon gegen Ende des 14. Jh. v. Chr. . Viele Bauern verarmten und viele Felder wurden aufgegeben. Die Gesellschaft brach immer mehr auseinander. Der Handel mit Syrien brach langsam zusammen, aufgrund der durch die Armut entstehenden Räuber unsicher gewordenen Handelswegen.

Neues Reich\Großreich

Šuppiluliuma I. 1375-1340 Mann vom reinen Brunnen
Arnuwanda II.
Mursili II.
Muwattalli II. 1290 - 1272
Muršili III. (Urhi-Tessup)
Hattušili III.
Tuthaliya IV.
Arnuwanda III.
Šuppiluliuma II.

 

Späthethitische Reiche


Neohethitische Reiche nach dem Zerfall des hethitischen Großreiches

Links
►Karkemisch
►Sam'al

Nach dem Zusammenbruch des hethitischen Großreiches bildeten sich viele Fürstentümer mit hethitischer Kultur besonders in Syrien und Anatolien. Beispiele waren Karkemis, Gurgum und Sam'al in Syrien. Sie konnten jedoch nicht annähernd an die Macht des hethitischen Großreiches herankommen, spielten jedoch in der vorderorientalischen Welt, besonders in den Levanten eine Rolle. Die Bewohner dieser Fürstentümer werden immer noch als Luwier und Hethiter bezeichnet. So wird der Begriff Hettiter beispielsweise mehrmals in der Bibel genannt. Im 8.Jh. v.Chr. werden die späthethitischen Fürstentümer von den Assyrern erobert.

 

Hethitische Könige

Vorgeschichte

Altes Reich

Mittleres Reich

Neues Reich\Großreich

 ►Ausführliche Liste

Wiederentdeckung


Das hethitische Reich geriet schnell in Vergessenheit und wurde erst zu Beginn des 20.Jh wiederentdeckt. Aufsehen erweckte die Erkenntnis, dass es sich hierbei um ein Indoeuropäisches Volk handelt

 

Literaturverzeichnis und Quellenangabe


Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Die Hethiter und ihr Reich, Bonn 2002

Schmoeckel, Reinhard, Die Indoeuropäer Aufbruch aus der Vorgeschichte, Bonn 1998

Keller, Werner, Und die Bibel hat doch Recht, Hamburg 1989

Riemschneider Magarete, Die Hethiter

 
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