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Die Kassiten

 

akkad.: Kaššû

Bergvolk im Sagrosgebirge

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Einwanderung


Die Kassitische Wanderung

 

Die Kassiten stammen vielleicht Ursprünglich aus dem Kaukasus und dem Sagrosgebirge und wurden vermutlich von der hurritischen Wanderung nach Nordmesopotamien und Syrien miterfasst und wanderten entlang des Sagrosgebirges, östlich Mesopotamiens. Während ihrer Wanderung scheinen sie wohl mit arisch regierten Hurritern und indoeuropäischen Gruppen zusammengekommen zu sein. Die Arier ein indoeuropäischer Stamm, wanderte zu dieser Zeit Richtung Punjab, jedoch lösten sich manche Gruppen von der Hauptwanderung und wanderten in Richtung Vorderasien. Die Kassiten kamen wohl nicht unter arische Herrschaft, jedoch lässt sich ihr Kontakt mit diesem Volk an manchen Götternamen, die auch in Indien vorkommen und an einem arischen Herrschernamen der babylonischen Kassitendynastie, nämlich Abirattas erkennen. Sie wanderten friedlich oder auch mit Gewalt in Mesopotamien ein, wo sie dann lange Zeit als Knechte und auch als Sklaven arbeiteten. Jedoch bekleideten manche Kassiten sogar hohe Ämter. Sie bildeten Kleinreiche entlang des Sagrosgebirges und es scheint eine wachsende Einwanderung der Kassiten erkennbar zu sein, wodurch die Kassiten mehr Einfluss gewinnen. Die Kassiten scheinen vielleicht beispielsweise das Reich Hana am mittleren Euphrat erobert zu haben und von dort aus den hethitischen Großkönig Muršilis bei seinem Feldzug nach Babylon ( um 1530 v. Chr. ) geholfen haben. Nach der Eroberung Babylons durch die Hethiter und dem damit verbundenem Ende der Amurru-Dynastie können die Kassiten die Kontrolle über Babylon erringen und gründen somit das mittelbabylonische Reich

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Das frühe Kassitenreich


Das mittelbabylonische Reich stellt zu Beginn eine relativ unbedeutende Macht dar. Unter dem ersten Kassitenkönig Babylons Agum II. werden durch Tauschgeschäfte eroberte Statuen wie beispielsweise die des Marduks und seiner Gattin Sarpanitu aus dem Reich Hana am Mitteleuphrat die nach dem Hethiterfeldzug entwendet wurden zurückgeholt und in den neu errichteten Esangilatempel gestellt. Nach der relativ schwachen Anfangsphase des Kassitenreiches steigt es zu einer mächtigen Macht auf. Es wandelt sich unter den Kassiten zu einer Feudalgesellschaft. Die kassitischen Herrscher wurden durch die einheimische II. Dynastie von Isin vertrieben.

 

Literaturverzeichnis und Quellenangabe


Fischer Weltgeschichte Band 1 Vom Paläolithikum bis zur Mitte des 2.Jahrtausends, Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1965

 

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