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Urartu

 

(Arartu, Ararat, urart.: Biainili)

Zeitachse

Allgemeines


Das urartäische Reich spielte insbesondere in der assyrischen Geschichte eine Große Rolle. Der Name Urartu kommt in der Bibel in Form des Berges Ararat vor, dessen Name vom Reich Urartu kommt. Auf diesem Berg soll nach dem A.T. die Arche Noah gestrandet worden sein.

 

Sprache


Das Urartäische ist mit der hurritischen Sprache verwand. Die Urartäer schrieben sie in einer Hieroglyphenschrift, die mit der Hethitischen verwand ist nieder. Sie verwendeten ebenfalls die assyrische Keilschrift.

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►Hurritisch

Vorgeschichte


Nach dem Zusammenbruch des hurritischen Mitannireiches unter den hethitischen und assyrischen Angriffen im 9.Jh. v. Chr. werden viele hurritische Stadtstaaten ein Teil des assyrischen Reiches, jedoch existieren im Norden noch weitere hurritische Kleinstaaten

 

Der Staat Urartu


 

Das Urartäische Reich im 8.Jh. v. Chr.

 

 

Der erste urartäische König war Aramu. Seinem Sohn Sardur I. gelang es die übrigen hurritischen Staaten in Ostanatolien in der Region des Vansees zu erobern. Er erweiterte die urartäische Hauptstadt Tuschpa. Išpuina und sein Sohn Menua regierten gemeinsam das urartäische Reich. Sie erweiterten die Grenzen Urartus. Unter Sardur II. erreichte das urartäische Reich seine größte Ausdehnung. Es erstreckte sich von Phönizien bis fast zum Kaspischen Meer. Als Sardur II. versuchte zusammen mit verbündeten aramäischen Stämmen nach Süden entlang des Euphrats vorzustoßen, wurde er jedoch von Tiglat-Pileser III. im Jahr 743 v. Chr. aufgehalten. Dieser belagerte auch die urartäische Hauptstadt Tuschpa, konnte sie jedoch nicht erobern, da sie sich auf einem Berg befand und zudem stark befestigt war. Allgemein errichteten die Urartäer ihre schwer befestigten Siedlungen vorwiegend auf Hügeln, wodurch sie fast uneinnehmbar wurden. Um 710 v. Chr. fielen kimmerische Stämme in Urartu ein, was alle urartäischen Truppen forderte. Diese Möglichkeit nutzten die Assyrer unter Sargon II. um das Land Man am Urmiasee zu erobern. Diesem Unternehmen gingen zahlreiche Spionageaktionen der Assyrer voraus. Im 7. Jahrhundert waren die urartäischen Kontakte mit den Assyrern friedlicher. Die Urartäer übernahmen viele administrative Eigenschaften der Assyrer. Diese nutzten wiederum die urartäischen Erfahrungen in der Bewässerung von Hügelregionen. Urartu stellte für die Assyrer aufgrund der Einfälle der Skythen und Kimmerer keine Gefahr mehr dar. Zudem war es innerlich zerstritten. Das urartäische Reich erlag schließlich dem Ansturm der Meder.

Links
►Hurriterstaaten
►Ugarit
►Assyrer

Urartäische Könige

Sardur I.
Išpuina
Menua
Argišti I.
Sardur II.
Rusa I.
Argišti II.
Rusa II.
Rusa III.
Sardur III.

 

Literaturverzeichnis und Quellenangabe


Hrouda, Barthel, Der alte Orient, München 1991

dtv Geschichtsatlas

 
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